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Braucht man beim Crowdfunding Eigenkapital?

Crowdfunding ist keine Magie. Zu jeder Crowdfunding-Kampagne gehört ein großes Marketing-Konzept. Du brauchst Reichweite, Grafiken, Leseproben und Goodies und musst für eine Weile extrem aktiv am Ball bleiben. Daher stellt sich berechtigter Weise die Frage: "Braucht man beim Crowdfunding Eigenkapital?" Auf diese Frage möchte ich dir in diesem Artikel eine Antwort geben.

Wenn du dich entschieden hast, dein Buch im Selfpublishing herauszugeben oder einen eigenen Verlag gegründet hast, steht zu Beginn des Veröffentlichungsprozesses natürlich das Manuskript.

Es hat dich als Autor Wochen, Monate oder gar Jahre gekostet, die Gedanken geordnet und in gutem Stil mit perfekter Struktur aufs Papier zu bringen.

Als Verlag weißt du die Arbeit des Autors zu schätzen und du hast dich dafür entscheiden, dem Buch die bestmögliche Veröffentlichung zu bieten.

Doch zwischen fertigem Manuskript und Veröffentlichung stehen viele Kosten.

Lektorat, Korrektorat, Coverdesign, Buchsatz und Illustrationen sind nur der Grundstein einer professionellen Buchveröffentlichung. Crowdfunding wird in der Buchszene immer beliebter und relevanter: Der Markt bestimmt sich selbst, und durch die Vorfinanzierung weißt du im Vorhinein schon grob, wie erfolgreich die Veröffentlichung werden kann.

 

Für das Crowdfunding Eigenkapital definieren

Ob du für Crowdfunding Eigenkapital benötigst, liegt vor allem daran, wie du Eigenkapital definierst. Du kannst Eigenkapital als Zeit ansehen, die du ins Crowdfunding stecken wirst. Wenn du dir selbst einen Stundenlohn für deine gesamte Arbeit zahlen lassen möchtest, wird die zu erzielende Crowdfunding-Summe in die Höhe schnellen.

In der Buchhaltung bezeichnet Eigenkapital einen Teil der Bilanz. Dabei wird auf der einen Seite das Betriebsvermögen sowie Forderungen dargestellt, und auf der anderen Seite finden sich Verbindlichkeiten. Die Differenz zwischen diesen beiden Seiten nennt sich Eigenkapital. Das bilanzierte Eigenkapital eines Unternehmens, wie etwa einer GmbH steht nicht im Zusammenhang mit einer einzelnen Crowdfunding-Kampagne. Es ist vielmehr wichtig für alles rund um die Themen Liquidität und Kredite.

In den Köpfen vieler Verleger und Autoren ist Eigenkapital nichts anderes als eigens aufgewendetes Geld, das sie in Kampagnen stecken. Diese Definition möchte ich auch in diesem Artikel übernehmen. Dabei lassen wir also Anlagevermögen, Forderungen, Verbindlichkeiten und auch die (unbezahlte) Arbeitszeit selbstständiger Autorinnen und Verleger außer Acht.

Mit dieser Definition von Eigenkapital lässt sich grundsätzlich sagen, dass du beim Crowdfunding Eigenkapital benötigst, das dich zu Beginn der Kampagne etwas kostet, aber nach der Aktion ausgeglichen ist. Mit deinem Eigenkapital bezahlst du Grafiken, Goodie-Produktion oder Vorschauen, damit du die Crowdfunding-Kampagne mit bemerkenswerten Ausschnitten des Buchs füllen und beeindruckend gestalten kannst.

Wenn du das Finanzierungsziel deiner Kampagne berechnest, solltest du dein für das Crowdfunding benötigtes Eigenkapital mit einbeziehen. Die Fans finanzieren also nicht lediglich Lektorat, Korrektorat, Buchsatz, Cover und co, sondern auch die Kosten für Marketing, Social Media, Werbung, Grafiken und die Crowdfunding-Kampagne selbst.

 

Sensible Abhängigkeiten

Beim Crowdfunding eines Buchprojektes gilt: Je niedriger die Zielsumme ist, desto wahrscheinlicher wird dein Projekt durch die Crowd realisiert.

Außerdem: Je weiter dein Projekt zu Beginn der Kampagne fortgeschritten ist, desto wahrscheinlicher wird das Buch durch die Crowd realisiert.

Je weiter fortgeschritten allerdings das Projekt ist, desto höher wird die Zielsumme.

Als ich meinen Roman "Hanover's Blind" durch Crowdfunding veröffentlicht habe, habe ich zu Beginn der Kampagne bereits meine Illustratorin und Grafikerin bezahlt. Ich habe den aktuellsten Entwurf meines Buchcovers für die Kampagne verwendet und ein Exemplar von "Hanover's Blind" bei Pressefotos in die Kamera gehalten. Natürlich war mein Buch weder gedruckt noch druckreif, als die Pressefotos entstanden sind. Ich habe einfach das Buchcover ausgedruckt und auf ein im Umfang meinem Buch entsprechenden geklebt. Für den Druck in Zeitungen und für Social Media Grafiken hat das gereicht, mich mit einem Exemplar eines Buches zu zeigen, das noch gar nicht existiert. Und wie wir alle wissen: Menschen lesen Texte eher, wenn sie mit interessanten Bildern begleitet erscheinen.

Das heißt, dass bei meinem eigenen Crowdfunding Eigenkapital mindestens in der Höhe der Rechnung meiner Designerin erforderlich war. Von den 2.125,00 €, die ich gesammelt habe, habe ich also etwa ein Viertel im Vorfeld schon bezahlen müssen.

 

Wir helfen dir! Crowdfunding mit den Bookbakers

Wenn du über Crowdfunding und das Thema Eigenkapital nachdenkst, solltest du also unbedingt über die Balance zwischen verschiedenen Faktoren nachdenken. Die Finanzierungssumme darf nicht utopisch hoch sein, aber gewisse Kosten müssen im Vorfeld beglichen werden. Wie viel Eigenkapital du beim Crowdfunding benötigst, wie du deine Funding-Summe berechnest und wie du dein Buch mit der Macht der Crowd professionell auf den Markt bringst, erklären wir dir gern.

Kontaktiere uns über das Kontaktformular. Wir stehen dir mit Rat und Tat zu Seite.  

Nostalgische Grüße,

deine Kia von den Bookbakers